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Dezember 10, 2009

Nichtraucherschutz in Kneipen

Kategorie: Alltags-Sorgen,Meinungen zur Politik,Soziale Kontakte — demosz @ 12:09 am

Ich muss mal meine Meinung und insbesondere etwas gegen die unlogische Argumentation der Rauchbefürworter los werden:
Ich bin für einen Lückenlosen Nichtraucherschutz in Kneipen, Discos, Bars, Cafes und selbstverständlich auch Restaurants. Ich bin weiterhin der Meinung, daß der konsequente Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen dennoch keine relevante Freiheitsbeschränkung der Raucher darstellt. Dem Gegenüber aber eine große Befreiung für die Nichtraucher darstellt. Seit Jahrzehnten müssen wir mit diesem Qualm leben und die Raucher kamen den Nichtrauchern nur in kleinsten Nischen entgegen.

Es wird immer wieder von Rauchern behauptet ihrer Freiheit würde eingeschränkt. Es ist meines Erachtens jedoch Fakt, dass lediglich die Freiheit für ca. 3min je Zigarette eingeschränkt wird. Diese minimale Einschränkung bezieht sich zudem nur auf das Gebot nach draußen zu gehen. Im Gegensatz dazu steht die Freiheitseinschränkung eines Nichtrauchers, wenn ein Raucher nicht für diese 3min hinaus geht. Dann ist die Luft in einem geschlossenen Raum über STUNDEN belastet.

Warum können einige wenige Raucher nicht einsehen, dass ihnen fast gar nichts genommen wird, im Gegenteil: jedem anderen Menschen im Raum sehr viel gegeben wird? Warum müssen selbige militante Raucher einen Spalt zwischen sich und allen anderen ziehen? Würden sie diesen winzigen Schritt nach draußen gehen, gäbe es keinen Graben und viele Nichtraucher gingen FREIWILLIG auf ein gutes Gespräch mit raus!
Diese Intoleranz belege ich auch gerne an einem Beispiel:
Es gibt in meiner Stadt eine Kneipe, wo ich gerne hin gehe. Diese ist auch eine sog. Nichtraucherkneipe – allerdings nur bis 22Uhr. Den ganzen Tag über haben alle Raucher KEIN PROBLEM für die besagten 3min hinaus zu gehen, aber ab 21:55 scharren sie mit den Hufen und zünden sich um 21:57Uhr die erste Zigarette drinnen an. Innerhalb kürzester Zeit ist alles verqualmt und selbst wenn alle Raucher dann das Lokal verlassen würden, wäre es noch weitere Stunden vom Rauch belastet.
WO – Wo bitte ist da die permanent von den Rauchern geforderte Toleranz?
Noch ein Argument der Raucher: Kneipen sollen selbst bestimmen dürfen ob Raucher oder Nichtraucher. Diese Argument ist so ein Hohn. Man geht wegen der Stimmung und Atmosphäre irgendwo hin. Was aber, wenn es nur eine einzige Kneipe am Ort gibt, welche die gewünschte Stimmung und Atmosphäre hat? Warum diese nicht mit Rauchern teilen? Gerne – wenn sie für 3min raus gehen. Das ist unser Friedensangebot und ich kann eigentlich kein Gegenargument gelten lassen, welches zu lasten der Gesundheit der Mehrheit der Gäste geht.

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6 Kommentare »

  1. Ich bin ganz deiner Meinung, da man es aber mit Drogenabhängigen zu tun hat helfen da keine Apelle, in Bayern hatten wir erst ein Volksbegehen für ein striktes Rauchverbot, in das sich 13% eingetragen haben!
    Nun werden im kommenden Jahr alle Bayern zur Abstimmung gerufen – fast so wie in der Schweiz – man wird sehen, ob die Mehrheit der Nichtraucher auch zu den Urnen geht!
    Es braucht strenge Gesetze für Kneipen und öffentliche Gebäude!
    Es muss doch reichen, dass die Raucher im Freien rauchen können!

    Kommentar von Walter Gulielminetti — Dezember 11, 2009 @ 6:48 am

  2. Auch ich muss Dir voll und gnaz recht geben. Bei mir zu Hause (ich rauche seit 2004 nicht mehr) akzeptiert ein jeder Besucher, dass bei mir nicht geraucht wird und ich dafür, dass auf meinem Balkon für meine Besucher immer eine Aschenbecher steht.

    Und ich gehe natürlich auch mit raus, um ein begonnenes Gespräch fortzuführen.

    Alle Argumente, die Raucher anführen um sich zu rechtfertigen, habe ich früher selbst genutzt und kann heute darüber nur noch lächeln.

    Wie armselig ist doch jede Sucht!

    Auch ich bin der Meinung, dass wir strengere Gesetze und auch deren Überwachung brauchen.

    So gibt es doch in Deutschland einen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz bereits seit 2001. Trotzdem musste ich mit einem Kettenraucher mehrere Jahre in einem Büro sitzen, bis ich meinen Job gekündigt habe. Ist mir schwer gefallen, denn sonst hat mir die Arbeit echt Spaß gemacht, aber ich war nicht mehr bereit, täglich mit Kopfschmerzen ins Bett zu gehen.

    Und – ich bin schon seit Jahren nicht mehr in ein Lokal gegangen, in dem ich keinen Rauch gerochen oder sogar dichte Schwaden gesehen habe. Entweder unter 75 qm oder halt Raucherclubs!

    Also gibt’s für mich und meine Frau nur noch Essen gehen und da hocken bleiben wo man gerade gegessen hat um ein Bierchen zu trinken, oder aber wieder mit Kopfschmerzen oder tränenden Augen ins Bett zu gehen.

    Danke, aber “Danke Nein!”

    Kommentar von PsydeliS — Dezember 24, 2009 @ 12:27 am

  3. nun haben ja über 61% für ein striktes Rauchverbot gestimmt. Leider können die unterlegenen militanten Raucher es immer noch nicht glauben, daß sie in der Minderheit sind.
    Leute – beruhigt euch, pafft Eure Zigies draussen und kommt zu einem netten Gespräch wieder rein. Ihr werdet es nicht bereuen – genausowenig wie die übergroße Mehrheit.

    Kommentar von alfie — Juli 6, 2010 @ 1:49 pm

  4. 61% Nein Stimmen bedeutet bei einer Wahlbeteiligung von 38% dass
    großzügig gerechnet rund 25% aller Wahlberechtigten mit Nein gestimmt haben.
    Den anderen 75% war es also schlichtweg egal.
    Hier von “Minderheit” und “übergroßer Mehrheit” zu sprechen trifft also so nicht zu.
    Aber sei´s drum.
    Jetzt haben es ein paar Leutchen geschafft, die Freiheit weiter einzuschränken.
    Hauptsache, alles ist bis ins Kleinste geregelt. Aber so sind wir Deutschen halt.
    Bleibt die Frage warum es für die Bierzelte in diesem Jahr noch eine Ausnahme gibt?
    Also, liebe Rauchergegner, auf zum nächsten Kampf. In Deutschland darf es kein “Kleinbonum” geben.

    Kommentar von komet600 — Juli 15, 2010 @ 5:13 am

  5. @komet600

    Mit Deiner einseitigen Sichtweise verkennst Du, daß gerade einmal lächerliche 14,44% der Wahlberechtigen für eine Beibehaltung der schlechten Nichtraucherschutzgesetzte gestimmt haben. Wo siehst Du da eine “übergroße Mehrheit”? Das ist eindeutig eine Minderheit, welche nicht bereit ist sich minimalst einzuschränken. Es geht nicht um die Freiheit dieser Minderheit andere absichtlich in deren gesundheit schädigen zu dürfen. Es geht um die Mehrheit, welche sich dies nicht mehr gefallen lässt. Da spielt die Wahlbeteiligung auch keine große Rolle – ausser man interpretiert etwas hinein, was einem in den Kram passt.

    Kommentar von alfie — Juli 23, 2010 @ 12:23 pm

  6. Freiheit ist immer auch die Freiheit der anderen. Niemand zwingt einen Nichtraucher, sich in der Nähe eines Rauchers aufzuhalten, aber NIchtraucher zwingen die Raucher vor die Tür….. Eine bemerkenswerte Einsilbigkeit, die sich in den 4 vor mir abgegebenen Meinungen widerspiegelt. Toeranz war aber noch nie die Stärke von Nichtrauchern – ganz wie bei den Radikalen.

    Kommentar von Manfred — Juli 23, 2010 @ 7:57 pm

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