Krumme Geschäfte bei Versicherungsvermittlungen
Also was ich da so erlebt habe…eine echte Katastrophe.
Im Internet gibt es verschiedene Anbieter, bei denen man eine Anfrage für einen Versicherungsvergleich starten kann. Man muss einfach ganz bequem das Formular ausfüllen und spätestens 1 Tag danach bekommt man eine Menge Anrufe von Versicherungsmaklern. Diese Versicherungsmakler haben deine Adresse von den Versicherungsseiten für rund 120-150 Euro (bei einer privaten Krankenversicherung) gekauft. Die Versicherungswebseiten müssen allerdings auch Ihre Kunden fangen. Sie bieten Webmastern, welche eine eigene Webseite zum Thema Versicherungen haben, eine durchschnittliche Provision von 50 Euro für einen gültigen Versicherungsvergleich an. Der Webmaster mit seiner eigenen Seite bindet ein Werbemittel ein und wenn darauf geklickt wird und aus diesem Klick eine Anfrage incl. einem Versicherungsvergleich direkt vor Ort des Kunden wird, bekommt der Webmaster diese schlappe Provision. Nun gut – die Masse machts.
Der Versicherungsmakler, welcher deine Adresse für 150 Euro gekauft hat, kommt bei dir zu Hause vorbei. Du sagst zu Ihm, dass schon einige andere Makler bei dir waren. Du bist ja nicht blöde und holst Dir nur ein Angebot von einem Makler ein, sondern von mehreren. Dieser Makler sagt nach Abschluss des Gespräches sowas wie: Wenn jemand anruft und fragt ob ich hier war, dann sagen sie bitte nein – die Adressen müssen wir nämlich teuer kaufen.
Der Kunde ist dann so blöd und macht das natürlich dann warscheinlich auch noch. Aber diese Masche ist ungerecht gegenüber den Webmastern, die dafür geschuftet und die Adresse tatsächlich vermittelt haben. Ohne diese Webmaster würden längst nicht so viele Anfragen an den Makler gehen. Der Makler muss aber bescheissen, weil er Geldgierig ist. Er bekommt eine durchschnittliche Provision von 5-9 Monatsbeiträgen des Kunden. Das sind bei einer normalen privaten Krankenversicherung schnell mal 1000 Euro. Er muss also mindestens bei jedem 7ten Kunden einen Abschluss machen, damit er seine Kosten decken kann (Sprit, Zeitaufwand natürlich nicht mitgerechnet)
ja hör mal…sowas ist doch nicht gerecht, oder?
Also da weiß ich aber echt nicht, wer mir am meisten leid tut: Der Kunde, der dummer Weise seine korrekte Adresse irgendwo ins Internet reinhackt, der Makler, der umsonst zum blöden Kunden kommt oder der Webmaster, der um seine Provision für ein nicht vermitteltes Geschäft fürchtet… komische Welt…
Kommentar von Heger — Juni 22, 2009 @ 7:51 pm