Kritik über sauteure Privatschule-Fachschule der Dominikanerinnen
Obgleich Voreingenommenheiten sowie Berichte aus zweiter und dritter Hand grundsätzlich nicht dazu verleiten sollten, sich ohne direkt-persönliche Kenntnisse eine Meinung zu bilden, komme ich aufgrund vermehrt wiederkehrender äußerst negativer Berichte leider nicht umhin, eine zutiefst ablehnende Haltung gegenüber der Leitung sowie der Kollegschaft der Fachschule der DominikanerInnen – folgend der Einfachheit halber „die Anstalt“ genannt – in mir festigen zu spüren. Und da man – so zumindest der naive gesellschaftliche und von diversen Massenmedien fortwährend populistisch gestützte Glaube – in einem gesitteten, kulturellen und – Hust-Hust – demokratischen Staat lebt, der beileibe nicht müde wird, heuchlerisch die, von allen sich-selbst-ernannten fortschrittlichen Zivilisationen zur Beruhigung des gewöhnlichen Fußvolkes proklamierte, Meinungsfreiheit hochzupreisen, kann ein scheinbar freier Mensch kaum anders, als der Anstalt folgendes Statement – neudeutsch für Meinungskundgebung, Stellungnahme oder auch Ansichtsverlautbarung – zukommen zu lassen.
Einleitend wird sich auf das auf der Homepage http://www.dominikanerinnen.at/fs publizierte Schulleitbild bezogen, in dem unter anderem die „Akzeptanz von Vielfalt“, „Christliche Lebensweise“, die „Förderung von Kreativität [...] und sozialer Kompetenz“ und „Schulung der kommunikativen Fähigkeiten“ angeführt werden. Zwar wissend, dass sich in theoretischen Leitbildern meist Punkte finden, die im realen Betrieb – fallspezifisch: Schulalltag – schwer bis kaum umsetzbar scheinen, möchte ich vor allem die eben angeführten dazu nutzen, der Anstalt vor Augen zu führen, wie weit sie mittlerweile von ihrem Ideal abgekommen ist, wenngleich oben genannte Begriffe – vermutlich von der Anstalt wissentlich – überaus unpräzise, um nicht zu sagen schwammig „daherglibbernd“, und in weitem Rahmen interpretationsabhängig können zu sein scheinen.
Doch ist das gängige Verständnis von „Akzeptanz und Vielfalt“ wohl kaum in einer Schule zu finden, welche den Kleidungsstil ihrer Schüler de facto bis auf die Unterwäsche reglementiert und kritisiert – ist doch die Kleidung wohl eines der einfachsten und weites verbreiteten Mittel, sich vielfältig, sich eigen, sich anders zu präsentieren; welche ihren Schülern durch die Schulleitung, angeblich höchst autoritäre Personen, wissen lässt, dass der Konsum bestimmter – wohl gemerkt antialkoholischer – Getränkesorten nicht erwünscht ist – so viel zur freien Produktwahl – und ihnen latent mit einer schulverweisähnlichen Strafe droht; welche ihren Schülern nicht nur ihre Haarfarben sowie ihren Körperschmuck mehr direkt als indirekt diktiert sondern ferner völlig indiskutabel und durch kein Gesetz des Staates Österreich legitimiert eigenmächtig ihre Zuständigkeit auf persönliche physikalische Befindlichkeiten ausweitet, um nur ein paar der zu dem Schulleitbild in Widerspruch stehenden Akte erwähnt zu haben.
Desweiteren kann es wohl kaum der „christlichen Lebensweise“ entsprechen, Mitmenschen – fallspezifisch: Schüler – derart respekt-, teilweise würdelos zu behandeln, persönlich anzugreifen und zu beleidigen, sie partiell gar zu mobben und unter derart hohen psychischen Druck zu stellen, wie es an dieser Anstalt der Fall zu sein scheint. Das koaliert nicht im Entferntesten mit christlicher Lebensweise, kann getrost ausschließlich als schlichtweg inakzeptabel und verabscheuungswürdig bezeichnet werden. Natürlich ganz abgesehen davon, dass dieses Verhalten von höchster Unprofessionalität und absolut falscher Berufswahl des Anstaltspersonals zeugt.
Überdies stellt sich die Frage, wie des Schülers „Kreativität gefördert“ werden soll, wenn einerseits die unter „Akzeptanz von Vielfalt“ bereits aufgezählten, der Kreativität eindeutig hinderlich anmutenden Tatbestände eintreffen, andererseits jedweder Individualismus, jedwede Unangepasstheit mit Übelwollen gesehen und dies auch dem Schüler alles andere als subtil spüren gelassen wird. Dass die Anstalt zumindest im Umgang mit den Schülern des Öfteren soziale Kompetenz vermissen lässt, schwächt das Vertrauen, genau jenes Wissen und Können, das sie selbst nicht hat, an IRGENDJEMANDEN vermitteln zu können, geschweige denn, an Personen, die mehrere Stunden täglich mit der an dieser Schule gelebten Ungerechtigkeit, Hochnäsigkeit und Unmenschlichkeit konfrontiert werden.
Desletzteren muss noch infrage gestellt werden, inwieweit die „kommunikativen Fähigkeiten gefördert“ werden können, werden doch Schüler, die Willens sind, zu kommunizieren, die selbstbewusst, natürlich und grundehrlich auftreten, strebsame, engagierte und intelligente, von sich selbst überzeugte Schüler, Schüler reinen Herzens, völlig unzutreffend als vorlaut, eingebildet, nervig, hochnäsig, egozentrisch oder präpotent diffamiert, anstatt, dass ihre positiven Fähigkeiten anerkannt und unterstützt werden. Kreativität – und der dazugehörige Individualismus – wird an dieser Schule weder gern gesehen noch gefördert, er wird großteils verachtet und mit allen möglichen Mitteln sabotiert.
Ferner wird seitens der Anstalt – gesetzlich kaum haltbar und rechtsstaatlich aufs Schärfste zu verurteilen, da reiner Willkür entspringend – in Lebensbereiche eingegriffen, die den schulischen Bereich in keinster Weise tangieren (Stichwort: Rauchverbot außerhalb der Schule trotz gesetzlichem Mindestalter); werden Schüler, zuweilen sogar schulfremde Personen, verleumdet und völlig halt- und beweislos Taten, die niemals derart begangen wurden, bezichtigt und für diese auch ungerechtfertigt und – durch keinerlei Gesetze oder Regeln gedeckt – unverhältnismäßig hoch bestraft; werden Anstaltsinsassen zwar einerseits oftmals als unzurechnungsfähige Kleinkinder behandelt, andererseits gelten Höchstleistungen und Fehlerlosigkeit in verschiedensten Bereichen als Voraussetzung.
In Anbetracht der an dieser Anstalt gelebten Ungerechtigkeiten, der undemokratischen Machtmissbräuche, der Passion für willkürliche Akte seitens des Anstaltspersonals, der schon fast obligatorisch scheinenden Unmenschlichkeiten und der zum Himmel schreienden Ignoranz sowie Arroganz, sollten Amokläufe von Schülern ähnlicher Anstalten, von denen man hin und wieder in finnischem oder deutschem Lande zu berichten weiß, nicht verwunderlich scheinen, emotional bestürzen oder gar überraschen, haben doch Anstalten wie diese mit derartigem Verhalten zumindest zu einem Großteil mit Schuld an solch unverständlich anmutenden, extrem wirkenden Aktionen, viel weniger die medial sowie gesellschaftlich so häufig dämonisierten Computerspiele oder der angeblich viel zu einfach gestaltete Waffenzugang.
Angesichts des Führungsstils dieser Anstalt müsste man eigentlich darüber diskutieren, ob diese „Schule für Soziales“, die entgegen ihrer Bezeichnung in mehreren Belangen maßlos unsozial agiert, nicht viel mehr „Diktatorisch geführtes Lager für Asoziales Verhalten“ genannt werden sollte, da dies wohl eine adäquatere und vielsagendere Bezeichnung für diese Anstalt wäre, obgleich sich dieser Name aufgrund diverser Marketingaspekte kaum lukrativ auswirken dürfte. Doch als „christliche“ Schule sollte an Gewinnmaximierung ohnehin kein Interesse bestehen, vielmehr an Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit – Werte, die zwar nicht IN der Anstalt gelebt werden, doch könnte man sich zumindest öffentlich derart ehrlich präsentieren.
Abschließend sei noch gesagt, dass dieser Brief keinesfalls als Beleidigung, Bedrohung, Einschüchterung, Anprangerung oder ähnliches verstanden werden möchte. Vielmehr soll er als Denkanstoß über Verhaltensweisen der Anstaltsbediensteten, die GELEBTE Schulphilosophie – die teils in verheerendem Gegensatz zur GESCHRIEBENEN steht – und die menschlichen sowie demokratischen Werte unserer Gesellschaft dienen; soll ermutigen zur ehrlichen Selbstreflektion – inwieweit man stets sein Möglichstes, Bestes im Sinne einer lebenswerten, gutherzigen und mitfühlenden Gesellschaft aus sich herausholt; soll auch die Frage aufwerfen, wie sehr man sich als Person und Seele im 21. Jahrhundert zu Hause fühlt, wie sehr man sich als Mensch fühlt.
Das ist ein Brief an die besagte Schule, ich habe aber den enormen Drang diese Mitteilung überall dort kundzutun wo es nur geht, man soll sehen dass manche MEnschen nicht alles hinnehmen wie es ist.
Hallo Honeymoon,
diese Anstalt bzw. Schule scheint zu versuchen, das Schlechte in unserer Gesellschaft noch weiter zu fördern. Man sollte sich genau überlegen, wo man seine Kinder unterrichten lässt. Da ist eine ganz normale Hauptschule vorzuziehen und was dort vielleicht zu wenig gelehrt wird, muss man eben als Elternteil noch dem Nachwuchs beibringen. Zumindest bleibt auf diese Weise die Seele der Kinder weitgehend heil.
Christliche Einstellung, Neoliberalismus, Egoismus und beinharter Wettbewerb, passen nicht zusammen.
Christliche Einstellung bedeutet; dass man die Meinung der Mitmenschen respektiert, Vorgaben macht – diese jedoch nicht versucht durch Zwang durchzusetzen, keine Gehirnwäsche durchführt, benachteiligte Menschen fördert usw.
Mir kommt die Galle hoch, wenn ich in den Stellenangeboten lese, dass eine christliche Organisation “leistungsstarke Leute” sucht.
Somit wurden im Spielfilm “der Name der Rose” die “Dominikaner” richtig dargestellt, ein scheinheiliges Gesindel, welches sich bereichert und die Armen verachtet (man kann also sogar von Spielfilmen etwas lernen).
Heißt natürlich nicht, dass alles was mit der Kirche zu tun hat schlecht ist, aber da ließe sich wirklich viel verbessern…
Kommentar von Schlaumeier — Oktober 17, 2008 @ 10:16 pm