Es gibt ein neues Schilda – Stellingen verteuert den Tod
Man nehme einen Friedhof, auf dessen Gräber keine Blumen, keine ewigen Lichter, keine Figuren mehr stehen. Undenkbar? Nein, nicht wenn man in der neuen Heimat der Schildbürger, in Stellingen ist. Dort wird seit neuestem fünf Euro Grabgebühr verlangt, wenn man etwas auf den Urnengräbern abstellt.
Fünf Euro je Grab? Nein, fünf Euro JE Gegenstand. Durch die eingeführte Gebühr will man in Schilda, ähm Verzeihung, Stellingen, die Kosten wieder reinbringen, die das Wegräumen der Gegenstände verursacht. Aha. Man nehme also zehn Urnengräber mit je zwei Gegenständen.
Das sind zehn x zwei = 20. Das Ganze dann mal fünf Euro ergibt mal eben so schlappe 100 Euro. Und die fallen für ein Wegräumen an, das maximal eine Viertelstunde, wenn überhaupt dauert? Ein krasser Stundenlohn, den man sich da in Stellingen genehmigt. Und die Folge davon: Die Urnengräber verwaisen, da viele sich die Kosten nicht leisten könnten, die am Ende des Monats vom Konto abgezogen werden für das Abstellen der Gegenstände.
Stellingen macht den Tod noch teurer, als er ist, und noch unbezahlbarer. Schilda ist zurück, auf eine Art und Weise, wie es einfach unerträglich ist aus menschlicher Sicht.