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Juli 7, 2008

Medizinische Versorgung

Kategorie: Meinungen zu Personen — Schlaumeier @ 6:45

Hi,

ich habe schon öfter schlechte Erfahrungen beim Arzt gemacht:

1. Ich musste 3 Stunden bei einem Facharzt warten, obwohl ich einen Termin vereinbart hatte, bekam dann aber nur 10 Minuten an Aufmerksamkeit geschenkt. Mein Besuch hat mir keinerlei Besserung gebracht.

2. Allgemein habe ich das Gefühl, dass manche Ärzte sich entweder nicht bemühen oder nicht in der Lage sind, eine Krankheit verlässlich einzugrenzen. Somit ist das ganze eine Mutmaßung und die Behandlung besteht aus dem “Durchprobieren” verschiedener Medikamente.

3. Es scheint einigen Ärzten vor allem daran gelegen, die Rechnung an die Krankenkasse stellen zu können. Die Heilung des Patienten ist dabei Nebensache. Der Krankenkasse ist daran gelegen, möglichst wenig Geld für den Patienten auszugeben.

4. Der Patient soll möglichst oft in die Praxis kommen, damit der Arzt immer wieder kassieren kann. Heilung ist wiederum Nebensache.

6. Die Medikamente kosten sehr viel Geld. Ob diese Medikamente nützen oder schaden ist nicht eindeutig geklärt. Es ist jedenfalls ein gut florierender Markt.

7. Beispielsweise steht auf der Gebrauchsinformation von Schmerztabletten, dass eine häufige Nebenerscheinung Kopfschmerzen sind. Bei einem Medikament gegen Hautunreinheiten kann es zur Nebenerscheinung Hautausschlag kommen usw. Bei Antibiotika geht man fast zugrunde, wenn man nicht nochmals zum Arzt geht um etwas gegen den Dauerdurchfall zu bekommen.

Also nochmals zusammengefasst gesagt, bin ich mit der ärztlichen Versorgung nicht wirklich zufrieden. Es werden teure sinnlose Untersuchungen durchgeführt und das Geld, welches von der Krankenkasse kommt und ich vorher eingezahlt habe, wird verschwendet.

Das gilt natürlich nicht für alle Ärzte, ich habe auch schon gute Erfahrungen gemacht. Aber warum sollen sich die guten Ärzte weiterhin bemühen, wenn die schlechten mehr Geld mit weniger Leistung bekommen.

Bin ich der einzige, der diese Meinung hat?

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2 Kommentare »

  1. Wir können froh sein, dass wir in einem Land leben, wo es eine anständige medizinische Versorgung gibt. Ich nehme lieber die Nebenwirkungen mancher Antibiotika in Kauf (übrigens gibt es auch verschiedene Lösungen u Mittel, die Durchfall, Magenschmerzen etc. unterbinden, als Nebenwirkung von Antibiotika)als an den Folgen einer durchaus behandelbaren Krankheit zu sterben oder schwerwiegende Langzeitschäden auf mich zu nehmen. Die Wahl an sich haben sowieso nicht viele. Außerdem leben wir in einem Land, wo die meisten Medikamente uns persönlich im Vergleich dazu was sie wert sind, wenig kosten, andere (zB in den USA) können es sich überhaupt nicht leisten, irgendwelche Erkrankungen zu haben. Das derzeitige Wissen über verschiedene Krankheiten und ihre Heilung ist noch nicht optimal, und leider kann man zurzeit nicht jede Erkrankung sofort und ohne Probleme heilen, aber das was existiert ist sehr hilfreich und das Beste, was man anbieten kann (Außerdem wurden durch medizinische Forschungen schon viele Krankheiten fast ausgelöscht bzw haben ihre Ernsthaftigkeit verloren). Dass man beim Arzt warten muss, ist eigentlich klar, und dafür sollte man Verständnis haben. Es ist für einen Arzt nicht leicht, alle Termine immer einzuhalten und ich persönlich kenne auch keinen Arzt, der einen genau dann dran nimmt wenn man den Termin hat, und wenn einem seine eigene Gesundheit etwas wert ist, dann nimmt man auch die Wartezeiten in Kauf, man kann ja daweil lesen, Musik hören oder sich anders beschäftigen. Wenn einem die traditionelle Medizin nicht zusagt, kann man ja auch auf andere alternative Heilmethoden zurückgreifen, sich informieren oder einfach mal etwas anders ausprobieren. Dennoch gibt es da wenige Vorteile gegenüber der traditionellen Medizin, und man fängt dann vor allem an zu realisieren, was einem die eigene Gesundheit kosten kann, weil von diesen Dingen kaum eine die Krankenkasse bezahlt und man sich Arzttermine und Medikamente selbst finanzieren muss. Das Gsundheitssystem ist zwar nicht optimal, aber man kann froh sein, dass einem wenigstens das bisschen an modernem Lebensstandard zur VErfügung steht.

    Kommentar von justme — August 11, 2008 @ 8:53

  2. Hallo justme,
    Gott sei Dank haben wir ein Gesundheitssystem, Krankenhäuser, Ärzte, Pflegepersonal usw. Es würde mir nicht mal im Traum einfallen zu sagen, wir könnten darauf verzichten.

    Diese Einrichtungen sind extrem wichtig, um so wichtiger wäre es, sie zu verbessern. Angenommen man könnte die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer dadurch steigern, indem man auch noch die kleinen Wehwehchen heilt. Ich denke die meisten Mitbürger werden im Laufe der Zeit irgendwo gesundheitliche Probleme haben und schleppen diese jedoch immer mit sich herum. Diese Leute bringen dann für die Wirtschaft z. B. nur 70 % der möglichen Arbeitsleistung. Es wird einem eben oft nicht geholfen. Die Ärzte selber sind oft nicht wirklich gesund.

    Ich sehe keine Notwendigkeit, dass man bei einem Arzt, wo man einen Termin ausgemacht hat, eine 3-stündige Wartezeit in Kauf nehmen muss, ausgenommen es gibt einen Notfall. Bei meinem Zahnarzt habe ich no nie länger als 30 Minuten warten müssen, meist nur 15 Minuten oder gar nicht. Es geht also anders auch.

    Meiner Ansicht nach ist das ganze Gesundheitswesen von der Aufgabe „die Kranken gesund zu machen“ etwas abgekommen und verbraucht im Verhältnis zu dem, was es leistet, zuviel Geld.

    Vor nicht allzu langer Zeit war ich im Krankenhaus um einen Besuch zu machen. Die meisten Patienten in der Abteilung waren nach meiner Schätzung über 60 Jahre alt. Die Luft in den Räumen war sehr schlecht und ich denke mir, frische Luft wäre schon mal gesünder. Auch für die Angestellten wäre die Arbeit dadurch angenehmen. Eine gut funktionierende Lüftung würde bestimmt kein Vermögen kosten.

    Was mich jedoch wieder einmal in meiner Meinung über das Gesundheitswesen gestärkt hat, war ein älterer Herr, der mit seinem Nachthemd durch den Gang ging und im Vorbeigehen zu sich selber sagte: „hier herinnen wird man verrückt“.

    Also, wenn einem schon nicht unbedingt geholfen wird, sollte man zumindest im Krankenhaus nicht verrückt gemacht werden, oder?

    Kommentar von Schlaumeier — August 13, 2008 @ 6:18

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