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Oktober 31, 2007

Die Masche mit der Privatpension

Kategorie: Recht und Gesetz — admin @ 9:44

Der Betrug und die Abzocke im Internet nimmt manchmal wirklich erstaunliche Ausmaße an. Momentan macht eine neue Masche die Runde: der Verkauf von privat Pensionen. So bietet zum Beispiel eine im asiatischen Raum registrierte Webseite unter der Bezeichnung “Lichtensteiner Idee” mit folgender Aussage “einfach JEDEM die Möglichkeit zu geben sich eine gesunde und finanzierbare Altersversorgung zu sichern” unglaubliche klingende Verdienstmöglichkeiten.

Ich bin mir eigentlich sicher, daß diese Verdienste nicht nur unglaublich klingen, sondern auch nie eintreffen werden, de es sich hier wohl um einen MLM ähnlich strukturiertem Betrug handelt, der nur darauf abzielt, eine sogenannte Berabeitungsgebühr in Höhe von knapp 50 Euro pro Mitglied zu kassieren.

Wie wird das versucht?

Diese Seite funktionieren nach dem Prinzip, dem Nutzer zu erzählen, eine Investmentgruppe würde die Einzahlungen für eine Lebensversicherung/Altersvorsorge (das wird nicht genau bezeichnet) der Mitglieder übernehmen, nach dem Erreichen einer bestimmten Mitgliedszahl von meist so zwischen 10.000 und 50.000 Mitgliedern, sollen diese Investoren dann den Mitgliedern diese Lebensversicherungen für einige Zehntausend Euro abkaufen (und angeblich selber dann profitieren, wenn in 20 oder 30 Jahren die Versicherung wirklich fällig werden würde).

Will nun jemand an dem Programm teilnehmen - natürlich in der Hoffnung dann kurzfristig eine Auszahlung zu erhalten - wird erstmal die sogenannte Bearbeitungsgebühr von meist um die 50 Euro fällig.

Leider findet man jedoch nie Angaben, was denn zum Beispiel passiert, wenn die definierte Mitgliederzahl gar nicht erreicht wird. So wird sich ein Zeitfenster geschaffen, daß undefinierbar lang sein kann, dem einen oder anderen gutgläubigen Nutzer des Angebotes wird wahrscheinlich erst nach Wochen oder Monaten auffallen, daß er um die Anmeldegebühr geprellt worden ist. Hätte der meiner Meinung nach unseriöse Anbieter in dieser Zeitraum nun zum Beispiel nur 1.000 Nutzer gefunden, die die Anmeldegebühr von ca. 50 Euro gezahlt haben, wären das bereits ca. 50.000 Euro. Bei 10.000 Nutzern etwa eine halbe Millionen Euro - viel Geld besonders im asiatischen Raum, oder?

Ich persönlich verbringe für die 50 Euro dann lieber einen netten Abend in einem Restaurant oder vielleicht mit einem Theater oder Kino Besuch. Kann ich auch jedem nur raten, der eventuell darüber nachdenkt, solche ein Angebot wahrzunehmen.

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4 Kommentare »

  1. Nepper, Schlepper, Bauernfänger :-O

    Man sollte heutzutage schon genau gucken, wem man Geld anvertraut, die Abzocke lauert eben doch überall.

    Kommentar von KeinBlattVormMund — November 9, 2007 @ 8:20

  2. Die entsprechende Webseite ist so freundlich, sogar anzuzeigen, wieviele Opfer dieselbe schon gefunden hat. Derzeitiger Stand: “Zur Zeit sind 306 Mitglieder registriert.”

    306 x 45 Euro = 13.770 Euro!

    Für die asiatischen Betreiber hat es sich schon gelohnt.

    Auch schön “Die Zahlung der Bearbeitungsgebühr erfolgt via e-Bullion oder Liberty Reserve”, von diesen beiden Zahlungsanbietern habe ich persönlich noch nie gehört :P

    Kommentar von admin — November 21, 2007 @ 9:50

  3. Ueber solch dubiose Machenschaften ist ja schon so viel berichtet worden, das ja wohl eigentlich niemand mehr darauf reinfallen sollte.
    Erstaunlich das die immer wieder welche finden.

    Kommentar von Silverstar — Dezember 25, 2007 @ 12:49

  4. Ich denke, das liegt an der Gier bzw. der Not der Leute nach Geld. Dann wird anscheinend jede Vorsicht vergessen…

    Kommentar von KeinBlattVormMund — Dezember 25, 2007 @ 9:46

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