Proviquest.de – erst Geld verdienen und später draufzahlen?
Proviquest.de stand Ende September 2007 in den Startlöchern und kann nun heute stolze 10.000 Mitglieder vorweisen. Ein überagender Erfolg der Firma Provimedia GmbH.
Mit Proviquest.de kann jeder Bürger durch das Beantworten von Fragen eigenes Geld verdienen. Firmen zahlen dafür, wenn andere Leute Fragen zu Ihren Produkten beantworten. So ist sichergestellt, dass die User sich mit den Produkten ausgiebig beschäftigen. Für richtig beantwortete Fragen bekommt der User eine Gutschrift von durchschnittlich 0,30 €. Eine Auszahlung ist für die ersten 15.000 Mitlieder ab 5 € möglich.
Die Werbetreibenden Firmen, welche die Fragen zur Verfügung stellen möchten ein so genanntes Branding erzielen. Branding bedeutet Zitat: “Jedes Unternehmen, jede Marke und jedes Produkt hat eine individuelle Botschaft, die Key-Message. Guter Werbung gelingt es, diese Botschaft im Bewusstsein der Kunden zu verankern und Ihr Produkt mit Ihrem Unternehmen zu verknüpfen. Man spricht in diesem Fall von Branding, der Schaffung einer dauerhaft präsenten Marke.” schreibt Proviquest.de auf der Webseite.
Nun ist es aber so, dass Proviquest Leute dazu bewegt, sich bei diversen Services anzumelden. Fragen von Proviquest kann man natürlich nur richtig beantworten, wenn man sich korrekt bei einem Service angemeldet hat.
Die Fragen lauten dann z.B.:
Was steht auf der Seite, nachdem Sie Ihre Anmeldung abgeschlossen haben?
Mögliche Antworten:
Ihre Anmeldung war erfolgreich
Die Anmeldung war erfolgreich
Besonders diese Fragestellung ist zugehörig zum bekannten Download Anbieter Firstload. Mit Software von Firstload kann man 14 Tage gratis Filme und Musik downloaden.
Bei Proviquest.de sind alle Angebote zum Anmelden kostenlos. So auch bei Firstload – man will ja nicht beim Anmelden draufzahlen, sondern was dabei verdienen.
Leider ist Firstload nicht einer der feinsten Anbieter. Denn bei Firstload kann man nur 14 Tage gratis downloaden – wer es vergisst sich abzumelden, oder einfach zu Spät die Kündigung einreicht (diese muss schriftlich erfolgen), dem blühen sehr hohe Kosten, welche sich auch ruhig mal schnell im 3-stelligen Bereich befinden können.
Für mich bedeutet das schon fast Abzocke von Proviquest (oder dem jeweiligen werbetreibenden Kunden!) – denn viele sind unwissend und wollen nur ein wenig Geld verdienen.
Das Proviquest im Endeffekt nicht dafür belangt werden kann ist fast klar, denn es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Seiten aus dem Angebotspool von Proviquest, wo man sich anmelden muss um ein wenig durch das Beantworten von Fragen Geld zu verdienen.
Ist dies eine Masche von Proviquest um schnell Geld zu verdienen, weil sonst die Auszahlungen an die User selbst nicht getätigt werden können?
Wird Proviquest in Zukunft auf professionelle und große Werbepartner verzichten können, weil Proviquest lieber auf Firstload und Alfaload setzt um Profit zu machen?
Ohne Firstload und Alfaload wäre das ganze System viel seriöser – aber ohne verdient man wohl nicht genug daran.
Wie ist eure Meinung dazu?
Nun, zuerst einmal sind es die werbetreibenden Kunden, die die Angebote reinstellen und schließlich auch bezahlen. Von einer Abzocke seitens Proviquest kann also gar nicht die Rede sein. Proviquest verdient pauschal 50% des Betrages, den ein User erhält, wenn er den Quest richtig beantworted. Sprich: Die werbetreibenden Kunden bezahlen Proviquest eine 50% Pauschale pro erfolgreich beantwortetem Quest durch einen User. Was und wie dort beworben wird, liegt nicht im Ermessen von Proviquest.
Kommentar von Denis — Oktober 19, 2007 @ 7:44 pm
Hey Denis…meinst Du Proviquest trägt kein Verantwortungsgefühl? Schließlich sind das die User von Proviquest, die sich bei den Services anmelden. Proviquest müsste doch die Quest`s freischalten oder nicht? Wenn Proviquest die Quests freischaltet, liegt es doch wohl im Ermessen.
Kommentar von Franckey — Oktober 20, 2007 @ 12:27 am
Ich glaube nicht das man bei PQ von Abzocke sprechen kann. Vielmehr ist es in meinen Augen verständlich, dass auch Anmeldequests verfügbar sind. Es ist ja schließlich so, Unternehmen investieren nur Geld in marketing, dass Ihnen persönlich einen Gewinn bringt. Die Firmen die im mom auf PQ sind sind eher Mittelständler, bzw. Freiberufler, die können keine 20.000 Euro in ein Quest stecken und am Schluss kommen dabei 5 verkaufte Brotkörbe oder so heraus.
Ich denke man sollte der Plattform einfach noch ein paar Wochen geben und Sie weiter unterstützen… das wird schon.
vlg max
Kommentar von Max — Oktober 20, 2007 @ 8:35 am
Da hast Du natürlich Recht Franckey. Aber ich denke nicht, dass es Aufgabe von Proviquest sein kann, jedes Angebot auf “Seriösität” zu prüfen, denn dies ist doch gerade bei Angeboten wie Firstload & Co. sehr subjektiv. Ich finde diese Art des Kundenfangs auch nicht so toll… 2 Wochen kostenlos und wenn man nicht rechtzeitig kündigt hat man ein Abo an der Backe.
Das gleiche machen doch auch die Zeitschriftenverlage. Hier heißt es doch auch oft: “Testen Sie 2 Wochen kostenlos…” In Wirklichkeit hat man damit aber schon halb ein Abo abgeschlossen. Sprich auch hier muss man rechtzeitig kündigen.
Andere Menschen sind der Meinung, dass jeder selbst für sich verantwortlich ist und wenn ich mich irgendwo mit meinen Daten eintrage, ich mir auch als Erwachsener den Konsequenzen bewusst sein muss. Sprich: Ich muss mir die Bedingungen genau durchlesen! Diese Meinung verstehe ich auch irgendwie.
Fakt ist: Diese Masche wählt man nicht ohne Grund, denn viele Menschen vergessen eben, rechtzeitig zu kündigen und das erhöht letztlich die Verkäufe dieser Unternehmen. Auf moralischer Ebene kann man sicherlich streiten, auf rechtlicher Ebene ist die Sache klar, sprich erlaubt.
Kommentar von Denis — Oktober 20, 2007 @ 10:08 am
Das ist echt schlimm, ich bekomme gerade mal 0,50€ pro anmeldung. Proviquest bekommt für die Anmeldung bestimmt um die 10 Euro, da sie ja selber später nen großen Betrag einstreichen können.
Kommentar von Sebastian — Oktober 28, 2007 @ 9:26 pm
[...] Fazit: Aus meiner Sicht ist das Prinzip von Proviquest.de nicht schlecht, wenn auch weder neu noch sonderlich innovativ. Solange es nur Anmeldequests gibt, rentiert sich das System aus meiner Sicht überhaupt nicht für die Mitglieder. Proviquest.de verdient dagegen sicherlich sehr gutes Geld mit dem Service … Ich kann mich jedenfalls den Lobeshymnen verschiedener Blogger zu Proviquest.de (z.b. hier, hier oder hier), da stimme ich schon eher freie-meinung.org zu, wenn Proviquest.de aus meiner Sicht auch nicht als “Abzocke” bezeichnet werden kann … [...]
Pingback von » Proviquest.de: Was ist eine bezahlte Abstimmung? - Interpretationsansätze - Blog.Testpiloten.info — November 22, 2007 @ 11:16 pm
hi,
ich habe bie diversen quests teilgenommen, provi aber nicht erhalten. Sprich, man meldet sich ordnungsgemäss dort an, teilt die email-adresse mit, unter der man teilgenommen hat (wohlweisslich nicht die haupt-email-adresse) und wartet auf die provi, die nie eintrifft. wohl aber massenweise spammails.
sprich, beschiss
alithos
Kommentar von trasher — Dezember 24, 2007 @ 6:05 pm