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Oktober 12, 2007

Deutschland steht wegen Lokführerstreik still

Kategorie: Meinungen zu Unternehmen, Servicewüste — Newsredakteur @ 2:08

Die Lokführergewerkschaft GDL hat am heutigen Freitag wie angekündigt einen bundesweiten Streik gestartet. Seit heute morgen läuft im Bahn-Nahverkehr praktisch nix mehr denn rund 1700 Züge stehen auf den Gleisen und sorgen für einen Stillstand in Deutschland. Vom Streik der Lokführer sind Millionen Pendler betroffen. Die Deutsche Bahn AG versucht die Hälfte des Zugverkehrs aufzurecht zu erhalten. Zugleich verzeichnete der Konzern einen Rückgang bei den Fahrgästen von 50 Prozent.

Der Grund für den Streik ist die Forderung der Gewerkschaft GDL nach 31 Prozent mehr Lohn für ihre rund 12.000 Lokführer. Es ist traurig und ärgerlich zugleich dass der Tarifkonflikt auf den Rücken der Fahrgäste ausgetragen wird denn dies werden schlussendlich die Zeche zahlen wenn sich die GDL mit ihrer horrenden Forderung durchsetzen sollte.

Wer mit der Bahn heute ein Fahrziel erreichen möchte, der sollte sich über die Webseite www.bahn.de informieren ob der eigene Zug überhaupt fährt. Alle die kein Auto oder Führerschein besitzen, gehören zu den großen Verlierern des Streiks denn diese sind auf die Bahn und andere öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.

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8 Kommentare »

  1. 31 Prozent mehr Lohn? Ist die Erhöhung überhaupt normal, oder muss der Streitwert so hoch sein um überhaupt einen minimalen Bruchteil des ganzen zu erhalten? Würde mich mal interessieren, was die Lokführer so verdienen - muss ja reichlig wenig sein wenn die GDL so eine hohe Forderung stellt. Weiß jemand wie lange der Streik anhalten soll? Wenn die das Weihnachten auch so machen, dann laufe ich Amok!!!

    Hier ein Video Bericht dazu - Flunker Flunker

    Kommentar von Franckey — Oktober 12, 2007 @ 3:23

  2. Der Streik der GDL ist seit 15 Minuten vorbei. Die GDL hat berichtet, dass ca. 85 % der Züge ausgefallen sein sollen - dies war zumindest in Berlin / Brandenburg der Fall. Am Montag, so hofft die GDL wird über den Tarif verhandelt. Der Vorsitzende betonte noch in einem Interview, dass diverse Richtlinien einfach nicht eingehalten wurden, welche allerdings bereits vorher vertraglich geregelt waren. Stellt euch schon mal darauf ein, dass nächste Woche vielleicht noch ein paar mal die Züge ausfallen. Liebe Berliner und Brandenburger - kauft euch ein Fahrrad oder einen Esel :D . Wenn das Geld nur für ein Kamel reicht, werdet Ihr im Stadtteil Kreuzberg fündig :D

    Kommentar von admin — Oktober 12, 2007 @ 11:22

  3. Was Hacker so alles anstellen können. Gerade lese ich auf Heise unter http://www.heise.de/newsticker/meldung/97203 die Meldung, dass unbekannte Hacker in den Webserver der GDL eingedrungen seien und einen gefälschten Bericht geschrieben hätten. Dieser Bericht besagte, dass es in den nächsten Tagen keinen Streik geben werde, welcher aber dennoch durchgesetzt wurde.

    Kommentar von Franckey — Oktober 13, 2007 @ 4:22

  4. Ich bin froh darüber, daß die Lokführer den Mut haben, für einen Lohn zu streiken, der angemessen ist. Es kann nicht sein, dass in Deutschland Arbeiter und Arbeiterinnen für volle Arbeitszeit mit z.T. 800 Euro oder sogar weniger nach Hause gehen und eine Familie versorgen müssen. Die Lokführer streiken für ein “normales” Gehalt mit ca. 1500 Euro, das ist (zumindestens) angemessen.
    Die Lokführer setzen ein Signal dafür, dass die Menschen in diesem Land die Schmerzgrenze erreicht haben und ein angemessenes Gehalt verdienen. Und ich hoffe, dass sie damit einen Stein ins Rollen bringen, der auch andere ermutigt, für mehr Lohn einzustehen.

    Kommentar von Niki — November 8, 2007 @ 8:14

  5. Man müsste schon sehr viele neue Konzepte entwickeln das es einigermaßen gerecht in diesem Land und in dieser Welt zugehen würde.
    Die Lockführer und ihre Gewerkschafft hat etwas geschafft was es leider viel zu selten gibt. Sie haben sich gegen die Großen zur Wehr gesetzt. Mag sein das der Weg auf dem Rücken der Bahnfahrer läuft aber gibt es Alternativen für sie?
    Und wisst ihr was noch faszinierend daran ist?
    Promt macht die Bahn streß werden uns hier die Benzinpreise ins unermessliche gedrückt, 1,47€ für nen liter normalen Benzin!!!
    Und der soll noch weiter steigen.
    Gibt es so was wie eine Autofahrergewerkschaft die dann einen Streik für Autofahrer ausruft, wir fahren alle solang kein Auto mehr bis die Preise wieder auf ein angemessenes Niveau fallen!
    Wer nicht auf Arbeit kommt, Pech gehabt!
    Mann stell sich mal vor was wäre wenn über 50% der deutschen Bevölkerung eine Woche lang nicht tanken würde?!
    Im Endefekt sind wir nicht die die darauf angewießen sind, genau so wenig wie die Lokführer nicht auf einen Minimallohn angewiesen sind, da gibt es bessere Lösungen. Aber die Bahn ist auf ihr Personal angewiesen deswegen werden sie sich wohl oder übel auf die Forderungen der Lokführer einlassen müssen. Genau so sind die Benzinkonzerne auf uns Autofahrer angewiesen.
    Dieses Beispiel lässt sich fast auf alles projezieren und mit dieser Aktion sind die Lokführer den richtigen Weg gegangen und ich hoffe für viele auch Vorbilder und ein Denkanstoß.

    Kommentar von DreamOfUtopia — November 9, 2007 @ 2:39

  6. Die GDL tut genau das, was man von einer Gewerkschaft erwarten sollte:
    Für die Interessen der von ihr vertretenen Arbeitnehmer zu kämpfen.
    Gewerkschaften sind Arbeitnehmer-Kampforganisationen, weil der Arbeitskampf das einzig mögliche Mittel zur Durchsetzung der Arbeitnehmerinteressen darstellt.
    Leider sind in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr deutsche Gewerkschaften zu pöstchen-sichernden Versorgungseinrichtungen für hauptamtliche Funktionäre verkommen. Ein Blick über die Grenze nach Frankreich belehrt uns, dass es auch anders geht.
    Solidarität ist gefragt in diesem Land; sonst geht’s immer noch weiter bergab. Die Billiglöhner aus Zeitarbeitsfirmen lassen grüßen, wenn sie demnächst auch “Deinen” Job ersetzen.

    Und was wären denn schon 30 % mehr Lohn für die Lokführer??

    Bahnchef Mehdorn hat sich in 2006 sein Gehalt gleich verdoppeln lassen, auf müde 3,1 Millionen Euro p. a. Nach meiner Information sind das schlappe 100 % Aufschlag. 1,5 Millionen pro Jahr klingt ja schon nicht schlecht, aber dann gleich auf 3,1 erhöhen??
    Schon mal von einem Arbeitnehmer gehört, dem man sein Gehalt oder seinen Lohn verdoppelt hätte?
    Da kann ich nur spöttisch über die grinsen, die sich über die GDL aufregen, weil sie am Bahnhof mal ein paar kalte Füße kriegen.
    Es wäre wünschenswert, wenn andere Gewerkschaften und ihre Funktionäre mal darüber nachdenken würden, was eigentlich eine Gewerkschaft für einen Zweck hat.

    Kommentar von hillbilly — November 13, 2007 @ 9:30

  7. Meine Meinung zum Streik der Bahner im Fahrbereich.
    Auch ich bin abhängig von der Bahn. Täglich fahre ich 45 km zur Arbeit. Ohne auf die Forderung von wieviel Prozent auch immer einzugehen, finde ich, dass die Streiks doch Hausgemacht sind. Hat man nicht früher die Lockführer und auch die Zugbegleiter (Schaffner) zu Beamte gemacht, damit das nicht passiert, was nun geschieht? Genau das erntet Herr Medorn jetzt, was er gesäht hat. Schade dass Arbeitnehmer(innen) in anderen Berufen, sich nicht so effektiv zu Wehr setzen können wie die Lockführer.

    Kommentar von Klaus Adler — November 16, 2007 @ 11:57

  8. Endlich hat eine Gewerkschaft den Mumm, sowohl den immer gierigeren Vorständen als auch den arrogant, vom Volk abgehobenen Politikern die Stirn zu bieten. Es geht doch hier nicht allein um eine bessere Bezahlung der Lokführer. Hier gilt es aufzustehn und allen zu zeigen, dass wir nicht mehr bereit sind, mit unserem Schweiß die Gier von Vorständen (Mehdorn über 60% Erhöhung) und Politikern (9% mehr Diäten), die nicht anderes können als dem Bürger in die Tasche zu greifen, zu akzeptieren. Hier müssten andere Gewerkschaften nicht die Nase rümpfen, Mensch steht auf, verbündet euch - in Frankreich ginge schon längst nichts mehr. Zeigt den Millionaros was das Volk bewegen kann. Es reicht, dass vielen Familien das Geld nicht mehr reicht. Sollen Poitiker erst mal beweisen, dass auch sie mit nur 1300 € netto auskommen können. Sollen sie die Bürger vernünftig entlasten, Schulden drücken und mit kleineren Brötchen auskommen, dann dürfen sie sich auch entsprechende Diäten gönnen!

    Kommentar von armes deutschland — November 18, 2007 @ 10:56

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